Mag(net)icFun ist das EU-geförderte Internationale Trainingsnetzwerk, das die Wissenschaft funktionalisierter magnetischer Nanopartikel voranbringt — und die Karrieren der jungen Forschenden prägt, die deren Zukunft gestalten werden.
Im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der Europäischen Kommission vereint Mag(net)icFun sechs führende akademische Einrichtungen und drei innovative Unternehmen aus sieben europäischen Ländern. Gemeinsam entwickelt, charakterisiert und appliziert das Konsortium eine neue Generation magnetischer Nanomaterialien, deren Eigenschaften präzise eingestellt — und über externe Magnetfelder ferngesteuert werden können.
Unsere wissenschaftliche Mission umfasst drei konvergierende Forschungsfelder: smarte Katalyse für nachhaltige chemische Prozesse, Umweltsanierung toxischer Schadstoffe und gezielte Biomedizin für Bildgebung, Hyperthermie und Wirkstofftransport. Jede Forschungslinie ist mit einem integrierten Promotionsprogramm verknüpft, das Nachwuchsforschende mit den fachlichen, übergreifenden und unternehmerischen Kompetenzen ausstattet, die für Führungsrollen in Wissenschaft und Industrie erforderlich sind.
In vier intensiven Jahren der Zusammenarbeit hat das Mag(net)icFun-Konsortium über fünfzig begutachtete Publikationen, großtechnische Wasserreinigungssysteme zur Entfernung von Quecksilberkontaminationen, DNA-markierte Nanomaterialien für rückverfolgbare Lieferketten und eine neue Generation international ausgebildeter Wissenschaftler:innen hervorgebracht, die die europäische Nanotechnologie maßgeblich prägen.
Warum funktionalisierte magnetische Nanopartikel?
Im Nanomaßstab verhält sich Materie anders. Kombiniert mit der Möglichkeit, Partikel über einen externen Magneten zu steuern, entstehen Plattformen, die Wasser auf Trinkwasserqualität reinigen, wertvolle Katalysatoren in Sekunden aus einer Reaktion zurückgewinnen oder Chemotherapeutika gezielt zum Tumor — und nirgendwo sonst — transportieren können.