EU Marie Skłodowska-Curie Initial Training Network · FP7 · Förderkennzeichen 290248

Magnetische Nanopartikel für eine neue Ära der Chemie und Biomedizin.

Mag(net)icFun ist ein europäisches Konsortium aus neun Partnern, das die nächste Generation von Nachwuchsforschenden ausbildet — um funktionalisierte magnetische Nanomaterialien zu entwickeln, die Wasser reinigen, grüne Katalyse beschleunigen und gezielte Krebstherapien ermöglichen.

Gefördert von

Europäische Kommission · FP7-PEOPLE-ITN-2012

Koordination

University of Liverpool, Vereinigtes Königreich

Projekt-Kennung

Fachgebiete

Chemie · Materialwissenschaft · Biomedizin

9

Konsortialpartner

15

Nachwuchsforschende

7

Europäische Länder

50+

Begutachtete Publikationen

Über das Netzwerk

Ein Promotionsprogramm an der Schnittstelle von Chemie, Materialwissenschaft und Biomedizin.

Mag(net)icFun ist das EU-geförderte Internationale Trainingsnetzwerk, das die Wissenschaft funktionalisierter magnetischer Nanopartikel voranbringt — und die Karrieren der jungen Forschenden prägt, die deren Zukunft gestalten werden.

Im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der Europäischen Kommission vereint Mag(net)icFun sechs führende akademische Einrichtungen und drei innovative Unternehmen aus sieben europäischen Ländern. Gemeinsam entwickelt, charakterisiert und appliziert das Konsortium eine neue Generation magnetischer Nanomaterialien, deren Eigenschaften präzise eingestellt — und über externe Magnetfelder ferngesteuert werden können.

Unsere wissenschaftliche Mission umfasst drei konvergierende Forschungsfelder: smarte Katalyse für nachhaltige chemische Prozesse, Umweltsanierung toxischer Schadstoffe und gezielte Biomedizin für Bildgebung, Hyperthermie und Wirkstofftransport. Jede Forschungslinie ist mit einem integrierten Promotionsprogramm verknüpft, das Nachwuchsforschende mit den fachlichen, übergreifenden und unternehmerischen Kompetenzen ausstattet, die für Führungsrollen in Wissenschaft und Industrie erforderlich sind.

In vier intensiven Jahren der Zusammenarbeit hat das Mag(net)icFun-Konsortium über fünfzig begutachtete Publikationen, großtechnische Wasserreinigungssysteme zur Entfernung von Quecksilberkontaminationen, DNA-markierte Nanomaterialien für rückverfolgbare Lieferketten und eine neue Generation international ausgebildeter Wissenschaftler:innen hervorgebracht, die die europäische Nanotechnologie maßgeblich prägen.

Warum funktionalisierte magnetische Nanopartikel?

Im Nanomaßstab verhält sich Materie anders. Kombiniert mit der Möglichkeit, Partikel über einen externen Magneten zu steuern, entstehen Plattformen, die Wasser auf Trinkwasserqualität reinigen, wertvolle Katalysatoren in Sekunden aus einer Reaktion zurückgewinnen oder Chemotherapeutika gezielt zum Tumor — und nirgendwo sonst — transportieren können.

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Forschungssäulen

Drei Forschungsfelder, die die Innovation magnetischer Nanopartikel antreiben.

Jedes ESR-Projekt ist einem von drei miteinander verbundenen Forschungsthemen zugeordnet — jedes adressiert eine reale Herausforderung mit einer magnetisch-konstruierten Lösung.

Säule 01

Smarte Katalyse & Grüne Chemie

Magnetische Nanopartikel fungieren als recycelbare Katalysatorträger — mit einem einzigen Magneten in Sekunden aus der Reaktion zurückgewonnen. Das Ergebnis: sauberere Syntheserouten, weniger Lösungsmittelabfall und chirale Organokatalysatoren, die tausende Zyklen ohne Leistungsverlust durchlaufen.

  • Asymmetrische Katalyse
  • Magnetisch recycelbare Träger
  • Industrielle Handhabung & Separation

Säule 02

Umwelt-Sanierung

Von quecksilberbelastetem Wasser bis hin zu industriellen Abwässern: Magnetische Scavenger binden toxische Substanzen selektiv und entfernen sie im Kubikmetermaßstab. Unsere Nanomaterialien haben in Pilotanlagen Quecksilberwerte bereits unter die Trinkwassergrenzwerte gesenkt.

  • Schwermetallbindung (Hg, Pb, Cd)
  • Photokatalytischer Schadstoffabbau
  • Wasserstoff-Reinigungsmembranen

Säule 03

Biomedizin & Gezielte Therapie

Funktionalisierte magnetische Nanopartikel eröffnen neue Wege zu MRT-Kontrastmitteln, magnetischer Hyperthermie in der Onkologie, nanomagnetischer Gentransfektion für die molekulare Neurobiologie und Wirkstofftransport-Systemen, die auf externe magnetische Steuerung reagieren.

  • Drug Delivery & Biokonjugation
  • Magnetische Hyperthermie (Onkologie)
  • Gentransfektion & Zell-Targeting

Ausbildungsprogramm

Wir gestalten die nächste Generation europäischer Nano-Forschender.

Über die klassische Promotion hinaus durchläuft jede:r Mag(net)icFun-Nachwuchsforschende ein strukturiertes Curriculum, das auf den Sieben Prinzipien Innovativer Doktorandenausbildung der Europäischen Kommission basiert. Das Programm verbindet tiefgehende Spezialforschung mit intersektoraler Mobilität, übergreifenden Kompetenzen und einem innovationsorientierten Denken.

Doktorierende rotieren in dedizierten Forschungsaufenthalten zwischen den Partnerlaboren, nehmen an netzwerkweiten Workshops teil, tragen zu gemeinsamen Publikationen bei und entwickeln gemeinsam mit Senior-Betreuenden aus Wissenschaft und Industrie einen individuellen Karriereentwicklungsplan.

Hochmoderne Forschungskompetenzen

Synthese, Charakterisierung und Anwendung funktionalisierter magnetischer Nanopartikel in allen drei Forschungssäulen.

Intersektorale Mobilität

Forschungsaufenthalte bei industriellen Partnern und komplementären akademischen Gruppen in sieben europäischen Ländern.

Unternehmertum & Innovation

Schulungen zu Schutzrechten, Patenten, marktorientierter Forschung und der Überführung von Laborergebnissen in kommerziellen Mehrwert.

Wissenschaftliche Kommunikation

Verfassen begutachteter Publikationen, Präsentationen auf internationalen Konferenzen und Öffentlichkeitsarbeit durch Wissenschaftsvermittlung.

Ein europäisches Netzwerk fürs Leben

Alumni kooperieren, publizieren und rekrutieren auch nach Projektabschluss weiterhin über das gesamte Konsortium hinweg.

Ausgewählte Forschungsprojekte

Ausgewählte ESR-Projekte aus dem Konsortium.

Ein Einblick in die Doktorarbeiten innerhalb von Mag(net)icFun — von chiralen Organokatalysatoren bis hin zu multifunktionalen theranostischen Nanopartikeln.

Biomedizin · ESR-Projekt

Multifunktionale magnetisch-fluoreszierende Nanopartikel für die biomedizinische Bildgebung

Hybridpartikel, die magnetisches Targeting mit optischer Detektion kombinieren — und gleichzeitige MRT-Kontrastdarstellung sowie Fluoreszenzmikroskopie desselben zellulären Ereignisses ermöglichen.

Umwelt · ESR-Projekt

Magnetische Scavenger zur Quecksilberentfernung in kontaminiertem Wasser

Funktionalisierte Eisenoxid-Nanopartikel, die Hg(II)-Ionen selektiv binden und magnetisch zurückgewonnen werden — skaliert für industrielle Kubikmeter-Behandlungsvolumina.

Katalyse · ESR-Projekt

Magnetisch recycelbare chirale Organokatalysatoren

Entwicklung geträgerter Organokatalysatoren für hochenantioselektive Transformationen — in Sekunden zurückgewonnen und ohne Selektivitätsverlust wiederverwendet.

Biomedizin · ESR-Projekt

Nanomagnetische Gentransfektion für die molekulare Neurobiologie

Magnetische Nanopartikel als nicht-virale Vektoren für die gezielte Genübertragung in kommerziell wichtige und sonst schwer transfizierbare neuronale Zelltypen.

Biomedizin · ESR-Projekt

Asymmetrische Eisenoxid-Nanowürfel für magnetische Hyperthermie

Maßgeschneiderte Partikelform und -anordnung zur Maximierung der Wärmegenerierung im Wechselmagnetfeld — für eine verbesserte Hyperthermie-Therapie solider Tumoren.

Materialien · ESR-Projekt

Kohlenstoffbeschichtete magnetische Nanopartikel für biomedizinische & katalytische Anwendungen

Duale kovalente / nicht-kovalente Funktionalisierung der Kohlenstoffhülle liefert proteinresistente, chemisch robuste Nanopartikel für vielfältige Anwendungen.

Unser Konsortium

Neun Partner. Sieben Länder. Eine gemeinsame Mission.

Die Stärke von Mag(net)icFun liegt in seiner Vielfalt: Sechs Universitäten und Forschungsinstitute bringen komplementäre Expertise in synthetischer Chemie, magnetischen Materialien, Biomedizin und Verfahrenstechnik ein. Drei Industriepartner sorgen dafür, dass jede Doktorarbeit in realer Anwendung verwurzelt ist — von der Analytik-Instrumentierung bis zur Produktionsskalierung.

Gemeinsam hat das Konsortium 15 Nachwuchsforschende betreut, grenzüberschreitend gemeinsam betreute Promotionen begleitet und Laborentdeckungen in Pilotanlagen-Demonstrationen über Europas führende Forschungsinfrastrukturen hinweg überführt.

Koordination · Akademisch

University of Liverpool

Vereinigtes Königreich

Akademischer Partner

CIC biomaGUNE

Spanien

Akademischer Partner

Universidade de Vigo

Spanien

Akademischer Partner

ETH Zürich

Schweiz

Akademischer Partner

Universität Bremen

Deutschland

Akademischer Partner

Italian Institute of Technology (IIT)

Italien

Industriepartner

TurboBeads GmbH

Schweiz

Industriepartner

Liquids Research Ltd

Vereinigtes Königreich

Industriepartner

Endor Nanotechnologies

Spanien

Hinweis: repräsentative Partnerliste — bitte vor Veröffentlichung die exakte Konsortialzusammensetzung verifizieren.

Häufig gestellte Fragen

Eine kompakte Übersicht für interessierte Forschende, Industriepartner und die breite Öffentlichkeit. Zitate, Projektdokumentationen und Publikationsarchive finden Sie auf unserer Ressourcen-Seite.

Was ist das Internationale Trainingsnetzwerk Mag(net)icFun?

Was sind funktionalisierte magnetische Nanopartikel?

Wer finanziert Mag(net)icFun?

Welche Länder gehören zum Konsortium?

Wie kann ich mich auf eine Promotionsstelle im Netzwerk bewerben?

Wie sollte ich Mag(net)icFun in meiner Forschung zitieren?

Verfolgen Sie die Revolution der magnetischen Nanopartikel — eine Innovation nach der anderen.

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